Pressemitteilung
Nummer 92/08 vom 18.März 2008
Sendesperrfrist:Redebeginn!
Es gilt das gesprochene Wort!
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Rede
von
Bundeskanzlerin
Angela
Merkel
vor
der Knesset
am
Dienstag,18.März 2008,
in
Jerusalem
B
i t t e S e n d e s p e r r f r i s t b e a c h t e n !
Sehr geehrter Herr Staatspräsident,
sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrter Herr Premierminister,
sehr geehrte Damen und Herren,
Frau Präsidentin,
Anni modda lachem---- sche-nittan li ---le-dabber ellechem--- kaan be-bait mechubad se. Se kawwod gadol awurri. [Ich danke Ihnen, hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich empfinde dies als eine große Ehre.]
Ich danke allen Abgeordneten der Knesset
dafür.Ich danke allen,dass ich
in meiner Muttersprache heute zu Ihnen
sprechen darf.Ich spreche zu Ih-
nen in einem besonderen Jahr.Denn in
diesem Jahr – 2008 – feiern Sie
den 60.Jahrestag der Gründung Ihres
Staates,des Staates Israel.
60 Jahre Israel – das sind 60 Jahre
großartiger Aufbauarbeit der Menschen
unter schwierigen Bedingungen.
60 Jahre Israel – das sind 60 Jahre
Herausforderungen im Kampf gegen
Bedrohungen und für Frieden und
Sicherheit.
60 Jahre Israel – das sind 60 Jahre
Integration von Zuwanderern in das Ge-
meinwesen dieses Staates.
60 Jahre Israel – das ist ein Land
voller Vitalität und Zuversicht..Mit tech-
nologischen Spitzenleistungen.Mit
kulturellem Reichtum und Traditionen.
60 Jahre Israel – das ist somit vor
allem ein Anlass zu großer Freude..Im
Namen der Bundesregierung und der
deutschen Bevölkerung gratuliere ich
allen Bürgerinnen und Bürgern
Israels zu diesem Jubiläum.
Meine Damen und Herren,
Deutschland und Israel sind und
bleiben,und zwar für immer,auf beson-
dere Weise durch die Erinnerung an die
Shoah verbunden.
Genau deshalb haben wir die ersten
deutsch-israelischen Regierungskon-
sultationen gestern mit dem Gedenken in
Yad Vashem begonnen.
Der im deutschen Namen verübte
Massenmord an sechs Millionen Juden
hat unbeschreibliches Leid über das
jüdische Volk,über Europa und die
Welt gebracht.
Die Shoah erfüllt uns Deutsche mit
Scham.Ich verneige mich vor den
Opfern.Ich verneige mich vor den
Überlebenden und vor all denen,die ih-
nen geholfen haben,dass sie
überleben konnten.
Der Zivilisationsbruch durch die Shoah
ist beispiellos.Er hat Wunden bis
heute hinterlassen.Er schien Beziehungen
zwischen Israel und Deutsch-
land zunächst geradezu
unmöglich zu machen.
In den israelischen Pässen stand
lange Zeit der Satz:„Gilt für alle Länder
mit Ausnahme Deutschlands.“
Umgekehrt habe ich selbst die ersten 35
Jahre meines Lebens in einem
Teil Deutschlands -in der DDR -gelebt,die
den Nationalsozialismus als
westdeutsches Problem betrachtete.Auch
den Staat Israel hat die DDR bis
kurz vor ihrem Ende nicht anerkannt.Es
dauerte über 40 Jahre,bis sich
nach der Wiedervereinigung ganz
Deutschland sowohl zu seiner histo-
rischen Verantwortung als auch zum Staat
Israel bekennen konnte.
Meine Damen und Herren,
ich bin zutiefst davon überzeugt:Nur
wenn Deutschland sich zu seiner
immerwährenden Verantwortung
für die moralische Katastrophe in der
deutschen Geschichte bekennt,können
wir die Zukunft menschlich gestal-
ten.Oder anders gesagt:Menschlichkeit
erwächst aus der Verantwortung
für die Vergangenheit.
Wir sagen oft:Deutschland und Israel
verbinden besondere,einzigartige
Beziehungen.Was aber ist genau damit
gemeint – einzigartige Bezie-
hungen?Ist sich gerade mein Land dieser
Worte bewusst – und zwar nicht
nur in Reden und
Festveranstaltungen,sondern dann,wenn es darauf an-
kommt?
Wie gehen wir zum Beispiel ganz konkret
damit um,wenn die Gräueltaten
des Nationalsozialismus relativiert
werden?Hierauf kann es nur eine Ant-
wort geben:Jedem Versuch dazu muss im
Ansatz entgegen getreten
werden.Antisemitismus,Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit dürfen in
Deutschland und in Europa nie wieder
Fuß fassen.
Und zwar weil alles Andere uns insgesamt
-die deutsche Gesellschaft,das
europäische Gemeinwesen,die
demokratische Grundordnung unserer
Länder -gefährden würde.
Oder wie gehen wir damit um,wenn in
Umfragen eine deutliche Mehrheit
der Befragten in Europa sagt,die
größere Bedrohung für die Welt gehe
von Israel aus und nicht etwa vom
Iran?Schrecken wir Politiker in Europa
dann aus Furcht vor dieser
öffentlichen Meinung davor zurück,den Iran
mit weiteren und schärferen
Sanktionen zum Stopp seines Nuklearpro-
gramms zu bewegen?
Nein,wie unbequem es auch sein mag,genau
das dürfen wir nicht.Denn
täten wir das,dann hätten wir
weder unsere historische Verantwortung
verstanden noch ein Bewusstsein für
die Herausforderungen unserer Zeit
entwickelt.Beides wäre fatal.
Genauso wie es fatal wäre,wenn wir
die Frage ausblenden würden,wie
wir die Erinnerung an die Shoah wach
halten können,wenn eines Tages
keine Zeitzeugen der Shoah mehr am Leben
sein werden.
Ja,es ist wahr:Orte des Gedenkens sind
wichtig.Orte wie das Holocaust-
Mahnmal in Berlin oder Yad Vashem.Sie
halten die Erinnerung wach.
Aber wahr ist auch:Orte allein reichen
noch nicht aus.Wenn Erinnerung
Geschichte wird.Erinnerung muss sich
immer wieder neu bewähren.Aus
Gedanken müssen Worte werden.Und aus
Worten Taten.
Der erste Premierminister Ihres
Landes,David Ben Gurion,und der erste
Bundeskanzler meines Landes,Konrad
Adenauer,haben uns genau das
vorgemacht.Deshalb war es mir wichtig,am
Sonntag in den Kibbuz Sde
Boker zu fahren und dort am Grab von
David Ben Gurion einen Kranz nie-
derzulegen.Denn es waren Ben Gurion und
Adenauer,die den Gedanken
Worte,den Worten Taten folgen
ließen.Sie legten mit Vorsicht und
Weitsicht die Grundlage für die
Beziehungen zwischen unseren Staaten.
Heute ist es an uns,an meiner
Generation,zusammen mit der jungen
Generation das Bewusstsein für eine
Erinnerungskultur zu wecken,die
auch dann trägt,wenn die
Überlebenden der Shoah nicht mehr unter uns
sein werden.Natürlich gibt es
dafür kein Patentrezept.Aber diese Heraus-
forderung zu erkennen und anzunehmen
– das genau ist der erste ent-
scheidende Schritt,um zusammen mit der
Jugend kreative Wege für eine
Erinnerungskultur der Zukunft zu
entwickeln,und zwar in Israel und in
Deutschland gemeinsam.
Helfen kann uns dabei eine Kraft,die uns
auch in den vergangenen Jahr-
zehnten geholfen hat:Es ist die Kraft zu
vertrauen.
Diese Kraft zu vertrauen -sie hat ihren
Ursprung in den Werten,die wir –
Deutschland und Israel – gemeinsam
teilen..Den Werten von Freiheit,
Demokratie und der Achtung der
Menschenwürde.
Sie ist das kostbarste Gut,das wir
haben:die unveräußerliche und un-
teilbare Würde jedes einzelnen
Menschen -ungeachtet seines Geschlechts,
seiner Abstammung,seiner Sprache,seines
Glaubens,seiner Heimat und
Herkunft.
Meine Damen und Herren,
das Bewusstsein für die historische
Verantwortung und das Eintreten für
unsere gemeinsamen Werte – das
bildet das Fundament der deutsch--is-
raelischen Beziehungen von ihren
Anfängen bis heute.
Heute nun leben wir – die Deutschen
wie die Israelis --wie alle Völker
dieser Welt in einer Zeit mit gewaltigen
Umbrüchen.Das Gefüge der Welt
verändert sich.Die Vernetzung von
Staaten,Wirtschaft und Gesellschaften
erreicht ein bisher unbekanntes
Maß.
Viele Menschen haben Angst vor dieser
Entwicklung.Sie spüren:Das Zu-
sammenleben der Nationen,der Religionen
und Kulturen gehört zu den
großen,alles überragenden
Themen der Gegenwart.Großartige Perspek-
tiven stehen dicht neben erheblichen
Risiken.Das ist Globalisierung.
Es ist meine feste
Überzeugung:Angesichts dieser bahnbrechenden globa-
len Entwicklung brauchen wir über
nationale Grenzen hinweg ein globa-
les,ein gemeinsames Bewusstsein für
die zentralen Herausforderungen un-
serer Welt – den fairen Anteil
aller am Wohlstand,,den Schutz des Klimas,
den Kampf gegen die neuen Bedrohungen
durch Terror und Massenver-
nichtungswaffen.
Aber wir brauchen dieses Bewusstsein
nicht nur dafür,die Heraus-
forderungen zu erkennen,sondern wir
brauchen es,um sie zu meistern.
Das geht heute in vielen Bereichen kaum
noch allein,sondern
nur noch im Miteinander von Staaten,und
zwar solchen,die als Partner
durch Werte und Interessen verbunden
sind.
Für mich steht außer
Frage:Israel und Deutschland,Israel und Europa sind
solche Partner.Verbunden durch gemeinsame
Werte,verbunden durch ge-
meinsame Herausforderungen und verbunden
durch gemeinsame Inter-
essen.Denn
Stabilität,wirtschaftliche Prosperität,Sicherheit und Frieden
in Europa wie in dieser Region –
sie sind in unser beiderseitigem Interesse..
Genau in diesem Bewusstsein haben wir mit
den ersten deutsch-is-
raelischen Regierungskonsultationen ein
neues Kapitel in der Geschichte
der Beziehungen unserer beiden Staaten
aufgeschlagen.Genau in diesem
Bewusstsein haben wir ein ganzes
Bündel von Projekten und Vorhaben
verabschiedet:In der Außen-und
Verteidigungspolitik,im Bereich der
Wirtschaft,für den Austausch der
Jugend,in der Zusammenarbeit von Jus-
tiz und Umweltschutz und nicht zuletzt
auch im Bereich von Wissenschaft
und Forschung.
Es ist keine Übertreibung,wenn wir
feststellen:Die Beziehungen unserer
beiden Länder sind
ausgezeichnet.Aber wir wollen diese Verbindungen
und das Vertrauen zwischen unseren
Völkern noch weiter stärken.Wir
wollen unsere Partnerschaft noch weiter
festigen:
In der Jugendarbeit – zum Beispiel
durch ein gemeinsames deutsch--is-
raelisches Zukunftsforum,das in einer
gemeinsamen Stiftung junge Deut-
sche und Israelis in
Wirtschaft,Wissenschaft und Kultur einander noch nä-
her bringen wird.
Im Wissenschaftsbereich – zum
Bespiel durch das gemeinsame Deutsch--
Israelische Jahr der Wissenschaft und
Technologie.
Auf dem Gebiet der wirtschaftlichen
Beziehungen – zum Beispiel indem
Unternehmer in beiden Ländern das
Potential vor allem in den zu-
kunftsweisenden Branchen noch
stärker als bisher nutzen.
Im Bereich von Umwelt-und Klimaschutz
– zum Beispiel indem das
Hochtechnologieland Israel sein
umfassendes Know How insbesondere
auch im Bereich Wasser und
Bewässerungswirtschaft einbringen kann und
eine neue Form der trilateralen Zusammenarbeit
zwischen Deutschland,Is-
rael und Afrika entwickelt wird.
Meine Damen und Herren,
über all diese und weitere
Zukunftsprojekte und Vorhaben haben wir ges-
tern beraten.Aber all diese Projekte
spielen sich nicht im luftleeren Raum
ab.Denn während wir beraten
haben,ist Israel bedroht.Während wir hier
sprechen,leben Tausende von Menschen in
Angst und Schrecken vor Ra-
ketenangriffen und Terror der Hamas.
Ich sage klar und
unmissverständlich:Die Kassam-Angriffe der Hamas
müssen aufhören.Terrorangriffe
sind ein Verbrechen,und sie bringen
keine Lösung in dem Konflikt,der die
Region und das tägliche Leben der
Menschen in Israel und das Leben der
Menschen in den palästinensischen
Autonomiegebieten überschattet.
Ich habe wiederholt zum Ausdruck gebracht
und sage es auch hier:
Deutschland tritt entschieden für
die Vision von zwei Staaten in sicheren
Grenzen und in Frieden ein,für das
jüdische Volk in Israel und das paläs-
tinensische in Palästina.
Nachdrücklich unterstützen wir
deshalb in der Folge der Annapolis-Kon-
ferenz alle Bemühungen,insbesondere
auch die der amerikanischen Re-
gierung,die dazu beitragen,diese Vision
in die Tat umzusetzen.Die hel-
fen,dass Frieden in der Region
hergestellt werden kann.
Ich weiß sehr wohl:Sie brauchen
keine ungebetenen Ratschläge von
außen und schon gar nicht von oben
herab.Eine Lösung kann am Ende nur
durch Sie hier in Israel und die
Palästinenser selbst erfolgen.
Aber Unterstützung durch die
Internationale Gemeinschaft – die will ich
Ihnen und Ihren Verhandlungspartnern auf palästinensischer
Seite,vorne-
weg Präsident
Abbas,ausdrücklich anbieten.
Denn wir wissen,dass es zur Umsetzung der
Vision von zwei Staaten
Kompromisse bedarf,die von allen Seiten
akzeptiert werden.Es bedarf der
Kraft auch zu schmerzhaften
Zugeständnissen.
Und wir wissen,dass es nicht nur im
Interesse dieser Region hier ist,
diesen schwierigen Prozess zum Erfolg zu
führen,sondern in unser aller
Interesse.Denn Instabilität hier
bleibt auch für uns in Deutschland und
Europa nicht ohne Folgen.
So birgt gerade auch die Lage im Libanon
große Unsicherheit.Deutsch-
land unterstützt die Bemühungen
der Arabischen Liga,um die Krise dort
zu lösen.
Das aber wird nur gehen,wenn auch Syrien
die legitime Regierung des Li-
banon endlich anerkennt und einen
konstruktiven Beitrag zur Lösung der
Krise leistet.Dazu fordere ich Syrien
auch von dieser Stelle aus auf.
Meine Damen und Herren,
besonderen Anlass zur Sorge geben ohne
Zweifel die Drohungen,die der
iranische Präsident gegen Israel und
das jüdische Volk richtet.
Seine wiederholten Schmähungen und
das iranische Nuklearprogramm
sind eine Gefahr für Frieden und
Sicherheit.Wenn der Iran in den Besitz
der Atombombe käme,dann hätte
das verheerende Folgen.Zuerst und vor
allem für die Sicherheit und
Existenz Israels,dann für die gesamte Region
und schließlich – weit
darüber hinaus – für alle in Europa und der Welt,,
denen die Werte Freiheit,Demokratie und
Menschenwürde etwas bedeu-
ten.Das muss verhindert werden.
Dabei muss eines klar sein,ich habe es
bereits vor den Vereinten Nationen
im vergangenen September gesagt und ich
wiederhole es heute:Nicht die
Welt muss Iran beweisen,dass der Iran die
Atombombe baut.Iran muss
die Welt überzeugen,dass er die
Atombombe nicht will.
Gerade an dieser Stelle sage ich
ausdrücklich:Jede Bundesregierung und
jeder Bundeskanzler vor mir waren der
besonderen historischen Verant-
wortung Deutschlands für die
Sicherheit Israels verpflichtet.
Diese historische Verantwortung
Deutschlands ist Teil der Staatsräson
meines Landes.Das heißt,die
Sicherheit Israels ist für mich als deutsche
Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.
Und wenn das so ist,dann dürfen das
in der Stunde der Bewährung keine
leeren Worte bleiben.Deutschland setzt
gemeinsam mit seinen Partnern
auf eine diplomatische Lösung.Die
Bundesregierung wird sich dabei,
wenn der Iran nicht einlenkt,weiter
entschieden für Sanktionen einsetzen.
Die vor wenigen Tagen verabschiedete neue
Resolution des UN-Si-
cherheitsrates hat die Entschlossenheit
und die Geschlossenheit der in-
ternationalen Gemeinschaft erneut unter
Beweis gestellt.
Die internationale Gemeinschaft wird
diesen Weg fortsetzen.Ich werde
mich auch in der Europäischen Union
für eine klare Haltung einsetzen.
Für mich ist es wichtig,dass Israel
über die Mittelmeerkooperation der EU
und die Europäische
Nachbarschaftspolitik eng mit der Europäischen Uni-
on verbunden ist.
Diese Verbindung können und werden
wir weiter intensivieren.Ich sagte
es:Israel und Europa sind durch
gemeinsame Werte,Herausforderungen
und Interessen verbunden.Deshalb
unterstütze ich ausdrücklich die von Is-
rael gewünschte stärkere
Annäherung an die Europäische Union.Sie wäre
für beide Seiten ein Gewinn.Sie
böte eine Vielzahl neuer Chancen.
Frau Präsidentin,meine Damen und
Herren,
in der Geschichte ihres Kontinents haben
die Europäer erfahren:Frieden
ist auch nach Jahrhunderten
gewalttätiger Auseinandersetzungen möglich.
Insbesondere wir Deutsche haben durch das
Wunder des Mauerfalls und
der Wiedervereinigung erlebt:Auch nach
Jahrzehnten,wenn schon viele
den Gedanken daran verloren
haben,können sich tiefgreifende politische
Veränderungen ergeben.
Ich könnte heute nicht vor Ihnen
stehen,und ich könnte heute nicht als
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik
Deutschland,die in der ehemaligen
DDR aufgewachsen ist,zu Ihnen
sprechen,wenn es nach dem Zweiten
Weltkrieg in der damaligen Bundesrepublik
nicht Politiker wie Konrad
Adenauer,Willy Brandt und Helmut Kohl
gegeben hätte.
Sie haben an die Kraft der Freiheit,an
die Kraft der Demokratie und an die
Kraft der Menschenwürde geglaubt.Sie
haben es so vermocht,das schein-
bar Unmögliche möglich zu
machen:die Vollendung der Einheit Deutsch-
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lands in Frieden und Freiheit und damit
die Versöhnung des europäischen
Kontinents.
Aus der Erfahrung,dass das Unmögliche
möglich werden kann,können
wir die Entschlossenheit und die
Zuversicht schöpfen,dass es auch jede
Anstrengung lohnt,die den Nahen Osten
einen großen Schritt näher zu
einem friedlichen Miteinander bringt.
Oder um es mit den bekannten Worten von
David Ben Gurion zu sagen –
ich zitiere ihn:„Wer nicht an
Wunder glaubt,der ist kein Realist.“– Ende
des Zitats
Wenn wir heute – zum 60..Jahrestag
der Gründung des Staates Israel – auf
die deutsch-israelischen Beziehungen
schauen,dann wissen wir:Sein Satz
hat sich als ebenso realistisch wie
richtig erwiesen.
Ja,es sind besondere,einzigartige
Beziehungen:
Mit immer währender Verantwortung
für die Vergangenheit,
mit gemeinsamen Werten,
mit gegenseitigem Vertrauen,
mit großer Solidarität
füreinander,
und mit vereinter Zuversicht.
In diesem Geist feiern wir das heutige
Jubiläum.In diesem Geist wird
Deutschland Israel nie allein
lassen,sondern treuer Partner und Freund
sein.
Mazal-tov---le-chaggigot schischim schanna--- le-medinnat Issrael. Shalom. [Herzlichen Glückwunsch zu 60 Jahren Staat Israel! Shalom!]